Es geht los - ein Familien- und Farniente- und Strand-Tag

Es ist 8 Uhr. Heute lasse ich mit meiner kleinen Familie den Großraum von Bordeaux hinter mir und fahre nach Carcans Océan. Die Strandtasche ist gepackt! Ich werfe noch einen raschen Blick auf das Gepäck, um sicherzugehen, daß wir nichts vergessen haben: Badetücher, Sonnencreme "mit Lichtschutzfaktor 50" für die Kinder, Kopfbedeckungen, Wasserflaschen, Strandspiele - alles ist da. 

Das Picknick steht auch bereit. Heute gibt es Sandwiches, Chips - und den Rucksack. In Carcans-Maubuisson werden wir das Auto auf dem Parkplatz stehenlassen und für die verbleibenden 5 Kilometer, die uns noch vom Ozean trennen, Fahrräder mieten .  

Die Kinder können es kaum erwarten. Es ist  jetz 8.15 Uhr. Wir nehmen die Richtung Carcans-Maubuisson.

9.10 Uhr. Wir nähern uns! Nachdem wir das Örtchen "Le Pouch" passiert haben, sehe ich schon den See von Carcans Hourtin, in der Ferne ein paar Segel, Windsurfer, die Sonne, die sich im Wasser spiegelt  - wir sind da!

Erste Etappe: das Auto auf dem (kostenlosen) Parkplatz am Markt abstellen, wir brauchen es erst wieder heute abend für die Rückfahrt nach Bordeaux.

Zweite Etappe!

Frühstück mit der Familie. Wir lassen uns auf der Terrasse einer Bar in Maubuisson am Seeufer nieder. Es ist noch früh, der See liegt ruhig im Morgenlicht und ein paar Fußgänger machen einen Spaziergang an der Uferpromenade entlang. Während wir unseren Kaffee trinken, spielen Mathys und Alexis auf dem Spielplatz gegenüber. Er ist rundherum umzäunt und wir brauchen uns keine Sorgen zu machen. Nachdem wir Hunger und Durst gestillt haben, ist es Zeit, sich um die Fahrräder zu kümmern. Es mangelt in Carcans-Maubuisson nicht an Vermietern. Aber zuerst gehen wir noch im Fremdenverkehrsamt von Carcans-Maubuisson vorbei, um eine Karte der Fahrradwege in der Umgebung und ein paar praktische Tipps einzuholen. Was uns am meisten interessiert, ist der Schwierigkeitsgrad des Radwegs, der von Maubuisson nach Carcans-Plage führt. Mein Cousin hatte mir erzählt, daß er nur 5 Kilometer lang ist, aber für Kinder etwas schwierig werden könnte. Man muß an mehreren Stellen die Dünen überqueren, um ans Meer zu kommen. 

Wir treten ein ins Fremdenverkehrsbüro und werden von Alexia, der Beraterin, freundlich empfangen. Im Hinblick auf das Alter von Mathys (5 Jahre) empfiehlt sie uns, ein Fahrrad mit Nachläufer zu mieten. Das ist eine gute Idee. So hat es auch Justine gemütlich, sie kann alles beobachten und wir können auch noch die Rucksäcke unterbringen.

Jetzt brauchen wir nur noch die Fahrräder. Der erste Vermieter liegt gleich in der Fußgängerstraße von Maubuisson, nur 50 Meter vom Fremdenverkehrsverein entfernt. Pascal mietet den Nachläufer, Alexis wählt ein rotes Rad mit passendem Schutzhelm und ich bekomme eines mit einem Korb, um das Picknick transportieren zu können. Jetzt ist es schon elf Uhr! Wir begeben uns auf den Radweg gegenüber vom Fremdenverkehrsverein, und los geht's. 5 Kilometer.

Das Wetter ist schön und es wird langsam warm. Zum Glück ist der Fahrradweg schattig! Wir kommen an die Stelle, an der es immer bergab geht, wie Alexia es versprochen hatte. Alexis hat großen Spaß. Mit seinen neun Jahren hat er vor nichts Angst!

Ruhepause in Carcans Océan

Um 11.45 Uhr sind wir in Carcans Océan und fahren dem Radweg nach bis einem Trimm-Dich-Pfad. Alexia hatte gesagt, daß die Kinder sich hier so richtig austoben könnten, verschiedene Spiele und Geräte aus Holz warten hier auf sie. Vor dem Mittagessen spielen wir noch eine Partie Boule zu viert. Alexis gewinnt, aber er meckert, weil sein Bruder alles tut, um ihn zu ärgern. Dann spielen wir noch Federball, Verstecken und Fangen, und danach haben wir richtig Hunger.  

13 Uhr: Picknickpause

Chips für alle und jedem sein Lieblingssandwich: Alexis und Pascal mit Rohkost und Hähnchen, aber ohne Tomaten. Mathys liebt Schinken mit Butter und ißt wie immer nur den schinken und nicht das Brot. Für mich reicht ein Rohkostsandwich. Die mahlzeit wird mit Obst oder Apfelkompott für die Kinder. Auf das Eis müssen sie noch ein bisschen warten. 

Dann ruhen wir uns alle aus, bevor wir ins Wasser springen. Die Räder sind mit einem Fahrradschloß abgesichert, deshalb können wir beruhigt den Weg zum Strand nehmen. Oh - den Sonnenschirm haben wir im Auto vergessen! Aber kein Problem, Pascal kauft uns einen auf dem Platz Marcel Prévot

Am Strand weht die grüne Flagge, das Wasser hat 20° wir lassen uns in der überwachten Badezone nieder. Die Kinder wollen gleich ins Wasser. Aber vorher müssen sie sich noch eincremen lassen! 

Pascal spielt mit ihnen, im Wasser und im Sand, und sie bauen zusammen eine Sandburg. Ich mache es mir derweil auf meinem Badetuch mit meinem Buch gemütlich. Das ist MEINE Entspannung. 

16.30 Uhr - Nach einem erfüllten Tag ist es Zeit für den Rückweg

Die Kinder haben den Tag voll ausgenutzt und werden langsam müde. Wir setzen uns auf die Fahrräder und treten den Rückweg nach Maubuisson an.

Dort geben wir die Fahrräder zurück und gehen zum Auto, um uns auf die Heimfahrt zu machen. Aber vorher, um den schönen Familientag richtig abzurunden, gibt es noch ein großes Eis bei dem bekannten Eismann in Maubuisson, dem « Salon et boutique de la glace ». Wir haben gehört, daß sich im Sommer die Warteschlange bis zum Ende der Fußgängerstraße zieht! Mathys nimmt ein Eis mit "Zuckerwattegeschmack". Alexis mag lieber "Carambar", während wir die klassischeren Sorten Vanille und Schokolade wählen. Jetzt habe ich Ihnen bestimmt den Mund wässrig gemacht! 

 

Die Pluspunkte:

  • Weniger als eine Stunde Fahrt von Bordeaux
  • Fahrradverleih
  • Freundlicher  Empfang mit persönlicher Beratung im Fremdenverkehrsverein 
  • Ein entspannender Tag für die ganze Familie!