Bordeaux erlebt eine zweite Jugend!

Die Fassaden waren mit der Zeit dunkel geworden? Sie haben die helle Eleganz, die sie im 18. Jahrhundert hatten, wiedererlangt. Die Kais und der Fluß waren in Vergessenheit geraten? Die Stadt hat erstere neu gestaltet und sich letzteren wieder angeeignet. 

Diese spektakuläre Wiederherstellung ihrer Geschichte und ihres Erbes hatte zur Folge, daß die Stadt ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurde. 

« Nehmen Sie Versailles, zählen Sie Anvers hinzu, und Sie bekommen Bordeaux », sagte Victor Hugo. Heute kann man anstelle von Anvers auch Barcelona wählen. Denn die schöne Stadt an der Gironde hat Sonne in ihren Wein gemischt. Und Straßenbahnen auf ihren Straßen, Caféterrassen an allen ihren Plätzen, gemütliche Bars, lebendige Viertel und Designer-Boutiquen hinzugewonnen.

Verjüngt, aufgeblüht, vibrierend, fröhlich, fortschrittlich - mit ihrer Straßenbahn, ihren Vclubs und ihren elektrischen Autos - paßt Bordeaux perfekt in die neue Tendenz des slow tourism*, des entschleunigten Tourismus.  

Bordeaux stellt sich neuen Herausforderungen

Wenn die Stadt neu an ihre Geschichte anknüpft, dann dazu, um ihre Zukunft zu sichern. Dabei ist der Fluß ein sehr wichtiger Faktor: nach der Eröfnung der Chaban-Delmas-Brücke geht die Neuanlage der Ufer der Garonne weiter mit der Schaffung neuer Stadtviertel: Ginko, dem ökologischen Stadtteil in Bacalan, mit der nahen Umgebung des Bahnhofs Saint-Jean und dem Projekt "Euratlantique", sowie dem Viertel "Brazzza" am Fuß der Chaban-Delmas-Brücke. Mondhafen oder Halbmond - in Zukunft sieht Bordeaux sich als Vollmond.  

Im Jahr 2016 findet die Eröffnung der "Cité des civilisations du vin" statt, einem einmaligen Ort, der Entdeckungen und Erfahrungen ermöglichen und Bordeaux, die ökonomische Hauptstadt der Weine, auch zur kulturellen Haupstadt erheben soll.

Bordeaux und die gewisse Lebenskunst

Bordeaux liegt an der Pforte zu den großen, renommierten Weinbaugebieten und nur 45  Autominuten vom Bassin d’Arcachon mit seinen wunderschönen langen Sandstränden, eine Fahrstunde von Cognac und seinen berühmten Häusern, eineinhalb Stunden von Sarlat und dem Périgord, 2 Stunden vom Baskenland und Toulouse entfernt. Bordeaux, das ist Lebenskunst "made in Südwestfrankreich". Eine Lebenskunst, die von den Franzosen allgemein anerkannt wird, denn sie haben  Bordeaux zur zweitbeliebstesten Stadt des Landes nach Paris erklärt.**

Diese außergewöhnliche Lebenskunst wird 2017 mit der "LGV", der Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke, nur noch zwei Stunden und fünfzehn Minuten von Paris entfernt sein. 

Bordeaux empfängt alle seine Besucher

Die Stadt ist beispielhaft für den Empfang und die Eingliederung von körperbehinderten Besuchern: 2014 war sie die erste in Frankreich, an die das Label als "barrierefreies Reiseziel" vergeben  wurde. 

Bordeaux bekam auch die Auszeichnung  «European Best Destination 2015» vor 20 anderen europäischen Städten - darunter Rom, London, Lissabon, Barcelona, Athen… mit mehr als 42 000 Stimmen von Internauten, die sich für die Stadt aussprachen**. 

 

* * von "slow food", einem neuen Reise-Konzept, das den entschleunigten Tourismus, nahe gelegen Reiseziele und umweltfreundliche Transportmittel privilegiert 
** Ergebnis einer Befragung des französischen Instituts für Meinungsforschung im April 2013.